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Fachkräftemangel vorbeugen mit Werkerassistenz

Geschrieben von André Nimtz | 19. März 2026

Verfügbarkeit erhöhen, Mitarbeiter entlasten

Die schlechte Nachricht zuerst: Der Fachkräftemangel in der Produktion wird sich weiter zuspitzen. Die gute Nachricht: Für technisch-handwerkliche Tätigkeiten in der Montage, aber auch in der Inbetriebnahme oder Instandhaltung gibt es digitale Werkerassistenzsysteme, mit denen Unternehmen ihre Personalverfügbarkeit erhöhen und die vorhandene Belegschaft vom Arbeitsdruck entlasten können.

Die Unterstützung durch digitale Werkerassistenz eröffnet einen größeren Handlungsspielraum beim Personaleinsatz. Hiervon profitieren Unternehmen gleich doppelt.

Vorteil #1 – Unerfahrene/ungelernte Arbeitskräfte sind schneller einsatzfähig

Die Praxis zeigt, dass unerfahrene wie auch ungelernte Mitarbeiter wesentlich schneller in der Lage sind, Aufgaben eigenständig und richtig auszuführen, wenn sie dabei von einem Werkerassistenzsystem unterstützt werden.

Ab dem ersten Arbeitstag ist der Mitarbeiter mit einer Fülle von Informationen konfrontiert. In jedem Unternehmen gibt es andere Arbeitsabläufe und Begrifflichkeiten. Zudem muss der Mitarbeiter die für ihn neuen Arbeitsschritte kennenlernen und verstehen. Je schneller der Mitarbeiter seine auszuführenden Tätigkeiten erlernt und je weniger Unterstützung er von erfahrenen Kollegen benötigt, desto geringer sind die Produktivitätseinbußen für das Unternehmen.

Ein Werkerassistenzsystem unterstützt durch detaillierte Schritt-für-Schritt-Anweisungen und anschauliche Darstellungen in Text und Bild. Der Assistent ist jederzeit verfügbar und bietet dem Mitarbeiter, passend zu seinem Voranschreiten im Einarbeitungsprozess, unterschiedlich viel Hilfestellung. Das gibt dem Mitarbeiter Sicherheit, schafft Vertrauen und entlastet die erfahrenere Belegschaft.

Der positive Effekt für Unternehmen: Ungelerntes Personal ist mit Unterstützung eines Werkerassistenzsystems in größerer Zahl einsetzbar und Personalengpässe können leichter ausgeglichen werden.

 

Vorteil #2 - Mitarbeiter sind flexibler einsetzbar


Nicht nur unerfahrene Arbeitskräfte sind gefordert, wenn sie ungewohnten Tätigkeiten nachgehen. Auch erfahrene Fachkräfte benötigen Unterstützung und Einarbeitungszeit, wenn sie neue Tätigkeiten ausführen müssen.

Betrachten wir es praktisch an einem Kundenbeispiel aus der Branche des Schaltschrankbaus: Hier werden Produkte kundenindividuell aus mehreren tausend Baugruppen mit über 20.000 Einzelteilen gefertigt. Der Montageprozess besteht aus bis zu einhundert Arbeitsschritten, die der jeweils gewünschten individuellen Produktspezifikation entsprechen.

Mit Hilfe des digitalen Assistenten kann der Monteur vorgabenkonform und zügig seine Arbeitsschritte erledigten. Das Werkerassistenzsystem führt ihn Schritt für Schritt durch den Montageplan, stellt Informationen zur Stückliste sowie CAD-Zeichnungen zur Verfügung und informiert darüber, was im Detail zu tun ist. Hinterlegte Prüfpunkte gewährleisten die prozesssichere Erledigung der Arbeitsschritte.

Der Monteur ist mit dem Werkerassistenzsystem sofort befähigt, auch unbekannte Arbeitsschritte fehlerfrei und effizient auszuführen. Das wiederum eröffnet dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Mitarbeiter sowohl bei erhöhtem Auftragsvolumen als auch bei Personaldefiziten (z.B. in Folge von Krankheit) flexibel und ohne lange Einarbeitungszeit an verschiedenen Arbeitsplätzen einzusetzen.