Glossar > Digitale Assistenzsysteme
Digitale Assistenzsysteme sind softwarebasierte Lösungen, die den Menschen bei seinen (beruflichen oder alltäglichen) Tätigkeiten unterstützen sollen. Sie stellen Informationen bereit und leisten Hilfestellung. Sie sind spezialisiert auf bestimmte Anwendungsbereiche und können daher sehr gezielt und zielführend unterstützen.
Manche dieser Systeme sind reine Software-Lösungen, die jedoch ein Endgerät für die Nutzung brauchen. Viele digitale Assistenzsysteme stehen jedoch direkt in Verbindung mit einer bestimmten Hardware.
Softwarelösungen zur Unterstützung bei beruflichen oder alltäglichen Aufgaben
als reine Software oder gekoppelt mit spezieller Hardware nutzbar
Digitale Assistenzsysteme sind so vielseitig wie die Anwendungsgebiete im Beruf und im Alltag. Viele davon haben Sie sicherlich schon einmal gesehen oder benutzt, ohne sie in der Kategorie „digitale Assistenzsysteme“ zu verorten.
Irgendein digitales Assistenzsystem hat heute so gut wie jedes Auto. Sie fangen beim Spurhalteassistenten an, gehen über Notbremsfunktion und Tempomat und enden beim autonomen Fahren. Sie alle haben eins gemeinsam: Sie unterstützen Sie beim Fahren und leisten meist sicherheitsrelevante Dienste.
Schlaftracker sollen Ihr Schlafverhalten überwachen und analysieren. Auf Basis der Daten können Sie Hinweise zu Ihrer Schlafqualität erhalten oder gar Warnung bei Auffälligkeiten empfangen. Globaler betrachtet sind auch alle Fitness-Tracker und Smartwatches nichts Anderes als digitale Assistenten.
Ihr Smartphone selbst ist sicherlich auch bereits eine Art digitales Assistenzsystem. Und darauf befinden sich mehr und mehr Apps, die Assistenzfunktionen übernehmen. So können bestimmte Apps Sie frühzeitig warnen, wenn gesundheits- oder sicherheitsrelevante Situationen eintreten. Konkret gesagt: Eine Smartphone-App kann zum Beispiel erkennen, wenn Sie stürzen, und entsprechend einen Notruf absetzen.
Viele Wohnungen und Häuser sind inzwischen Smart Homes. Und es sind die digitalen Assistenzsysteme, die diese Homes überhaupt smart machen. Thermostate schaffen automatisiert Ihre Wohlfühltemperatur, abends dimmt sich Ihre Glühbirne auf Entspannungsbeleuchtung herunter und Alexa, Siri und Co. erinnern Sie an Termine, Medikamente und Haushaltsaufgaben oder nehmen Ihre Einkaufsliste entgegen.
Auf vielen Webseiten wurde der Berater in erster Instanz ersetzt durch einen Chatbot. Der kann bereits einfache Dialoge mit Nutzern führen und grundlegende Fragen beantworten, ohne dass die wertvolle Zeit eines Fachberaters verloren geht. Chatbots geben Ihnen rund um die Uhr Auskünfte und sind multilingual einsetzbar.
Fahrassistenzsysteme unterstützen durch Spurhaltesystem, Tempomat oder Notbremsfunktion
Smartwatches und Schlaftracker analysieren Gesundheitsdaten und geben Hinweise
Smartphone-Apps warnen im Notfall und setzen ggf. einen Notruf ab
Smart-Home-Systeme steuern Licht, Temperatur und Haushaltsgeräte – auch per Sprachassistent
Chatbots beantworten häufige Fragen automatisiert und rund um die Uhr
Wir haben gesehen: Digitale Assistenzsysteme sind längst ein fester Bestandteil des Alltags und erleichtern Ihr Leben in vielerlei Hinsicht. Doch auch im Produktionsumfeld gewinnen die smarten Helfer mehr und mehr an Bedeutung. Dafür gibt es zahlreiche Gründe:
Die Nachfrage nach kundenindividuellen Produkten steigt und stellt Ihre Mitarbeitenden, deren Expertise und Ihre Unternehmensflexibilität vor Herausforderungen.
Weiterentwicklungen und Durchbrüche gibt es fast schon im Stundentakt. Diese verkürzten Innovationszyklen führen zu häufigen Prozessänderungen, die Sie souverän managen müssen.
Die steigende Variantenzahl erhöht die Komplexität der Fertigung.
Damit Sie diesen Herausforderungen begegnen können, benötigen Sie flexible, effiziente und fehlerreduzierende Systeme, die Ihre Mitarbeitenden optimal unterstützen. Und Sie ahnen es sicherlich bereits: Digitale Assistenzsysteme sind hierfür prädestiniert.
effiziente Prozessunterstützung hilft bei Variantenvielfalt und komplexen Abläufen
Assistenzsysteme ermöglichen schnelle Reaktion auf neue Anforderungen
weniger Fehler, mehr Produktivität, sichere Prozesse
Auch in der Produktion gilt: Assistenzsystem ist nicht gleich Assistenzsystem. Prinzipiell unterscheiden wir drei Arten digitaler Systeme: die Wahrnehmungsassistenzsysteme, die Entscheidungsassistenzsysteme und die Ausführungsassistenzsysteme. Worin liegen die Unterschiede?
Wahrnehmungsassistenzsysteme unterstützen die Informationsaufnahme über die fünf Sinne. Sie sind im Kern digitale Software-Assistenzsysteme, die aber eine Hardware zur Ausführung benötigen. Ihr Ziel ist es, relevante Informationen im Arbeitsprozess besser nutzbar zu machen.
Beispiel #1: Werkerführung auf mobilen Endgeräten
Eine Werkerführung – oft auch Werkerassistenzsystem – ist eine Software für digitale Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die zumeist auf stationären Computern ebenso genutzt werden kann wie auf Tablets und Smartphones. Sie führt den Mitarbeitenden zum Beispiel durch Montage-, Prüf- oder Rüstprozesse.
Beispiel #2: Augmented Reality (AR)
Bei Augmented Reality überlagern digitale Inhalte die reale Welt. So können Sie zum Beispiel Informationen per Datenbrille ins Sichtfeld des Werkers einblenden und damit Montagearbeiten, Wartung oder Qualitätskontrollen unterstützen.
Beispiel #3: Pick-by-Light
Pick-by-Light-Systeme sind Arbeitsplätze, die aus einer Hardware nebst entsprechender Software bestehen. Während der Bearbeitung zeigen Lichtsignale den richtigen Lagerplatz oder Behälter an, aus dem der Mitarbeitende das nächste Bauteil entnehmen muss.
Auch Entscheidungsassistenzsysteme sind im Kern digitale Assistenzsysteme, die durch eine Hardware ausgeführt oder dargestellt werden. Sie sollen Entscheidungen unterstützen und helfen dementsprechend bei der kognitiven Informationsverarbeitung – besonders bei Problemlösungen, Lernprozessen und Kompetenzentwicklungen. Zu den Funktionen eines Entscheidungsassistenzsystems gehören unter anderem die Vorbereitung von Entscheidungen, die Priorisierung von Aufgaben und Datenanalyse zur Entscheidungsfindung.
Beispiel #1: KI-gestützte Prognosesysteme
Hierbei handelt es sich um Anwendungen, die zukünftige Entwicklungen auf Basis gesammelter und analysierter Daten vorhersagen können. Ein Beispiel aus der Praxis: Mit einer Predictive-Maintenance-Anwendung können Sie Maschinenausfälle vorhersagen und damit schlussendlich verhindern.
Beispiel #2: virtuelle Assistenten
Auch virtuellen Assistenten liegt eine breite Datenbasis zugrunde. Das ermöglicht es, dass der Assistent Mitarbeitende bei komplexen Fragen oder Entscheidungsprozessen durch gezielte Informationsbereitstellung unterstützen kann.
Im Gegenzug zu den anderen beiden Arten von Produktionsassistenzsystemen sind Ausführungsassistenzsysteme zunächst einmal Hardware-Lösungen. Sie sind keine digitalen Assistenzsysteme im eigentlichen Sinn, benötigen aber dennoch zumeist eine Software oder digitale Steuerung. Ausführungsassistenzsysteme sollen Mitarbeitende bei der konkreten Ausführung von Tätigkeiten unterstützen. Sie vereinfachen körperliche Abläufe und tragen zur ergonomisch optimierten Arbeit bei, indem sie zum Beispiel Fehlhaltungen verhindern oder die körperliche Belastung reduzieren.
Beispiel #1: Cobots (kollaborierende Roboter)
Cobots arbeiten ohne trennenden Schutzraum direkt mit dem Menschen zusammen und unterstützen ihn bei körperlich anstrengenden oder monotonen Aufgaben.
Beispiel #2: Exoskelette
Exoskelette sind extern getragene, mechanische Stützsysteme, die den Körper umschließen und die natürlichen Bewegungen verstärken, unterstützen oder ermöglichen. In der Produktion können sie körperlich belastende Arbeiten erleichtern oder überhaupt erst möglich machen oder aber Aufgaben unterstützen, die ein hohes Maß an Präzision erfordern.
Wahrnehmungsassistenzsysteme unterstützen Informationsaufnahme
Beispiele: Werkerführung, AR-Brillen, Pick-by-Light.
Entscheidungsassistenzsysteme helfen bei Analyse und Entscheidungen
Beispiele: KI-Prognosen, virtuelle Assistenten
Ausführungsassistenzsysteme unterstützen körperliche Arbeit
Beispiele: Cobots, Exoskelette
Die konkreten Vorteile digitaler Assistenzsysteme hängen natürlich ganz von der Art des Assistenzsystems ab. Von einem höheren Blickpunkt aus lässt sich aber sagen, dass digitale Assistenzsysteme:
dabei helfen, die Arbeitssicherheit zu gewährleisten
die Lernproduktivität durch aktive digitale Unterstützung spürbar steigern
eine schnellere Einarbeitung und einen effektiveren Wissenstransfer durch digitale Anleitungen ermöglichen
manuelle Tätigkeiten standardisieren
Durchführungsfehler reduzieren und Prozesssicherheit erhöhen
Schwankungen in der Produktqualität minimieren
eine flexiblere Personalplanung möglich machen
Integration und Inklusion durch qualifikationsgerechte und mehrsprachige Inhalte fördern
Menschen mit Einschränkungen durch adaptive Systeme unterstützen
auch älterer Mitarbeitende befähigen, sich einfach in neue und komplexe Aufgaben einzuarbeiten und damit länger arbeitsfähig zu bleiben
körperliche Entlastung und vereinfachte Bedienung ermöglichen
Möglichkeiten für einen weltweiten Remote-Support schaffen
technische Hilfen und Schulungen unabhängig vom Standort etablieren
Oder wenn wir es ganz kurzfassen wollen: Digitale Assistenzsysteme helfen Ihnen auf vielen verschiedenen Wegen dabei, Ihren Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Effizienz und Qualität: schnellere Einarbeitung, weniger Fehler, höhere Prozesssicherheit
Flexibilität und Integration: bessere Personalplanung, mehrsprachige Inhalte, Inklusion
Entlastung und Unterstützung: ergonomische Hilfen, längere Arbeitsfähigkeit, Remote-Support
Nicht jedes digitale Assistenzsystem ist für jede Produktion geeignet und bei manchen Systemen liegen die Einführungshürden durchaus hoch. Setzen Sie auf ein System, mit dem Sie direkt starten können, das Ihre Mitarbeitenden spürbar entlastet und dabei so flexibel ist, dass es zu Ihren vielfältigen Zielen passt. Setzen Sie auf weasl.
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