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Glossar >  FDA 21 CFR Part 820

FDA 21 CFR Part 820

weasl Autorin Maren Fichtner
Autorin: Maren Fichtner  |  2. Oktober 2026

Definition: Was ist die FDA 21 CFR Part 820?

21 CFR Part 820 ist die Regelung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zum Qualitätsmanagementsystem für Medizinprodukte, die in den USA in Verkehr gebracht werden. Seit dem 2. Februar 2026 firmiert sie als Quality Management System Regulation (QMSR): Die bisherige, eigenständig formulierte Quality System Regulation (QSR) wurde durch einen direkten Verweis auf ISO 13485:2016 ersetzt, ergänzt um zusätzliche, FDA-spezifische Anforderungen.

Herausgeber: U.S. Food and Drug Administration (FDA)

Aktuelle Fassung: Quality Management System Regulation (QMSR)

Für wen gilt FDA 21 CFR Part 820?

Die Regelung gilt für alle Hersteller, Importeure und Zulieferer, die Medizinprodukte für den US-amerikanischen Markt entwickeln, herstellen oder vertreiben – unabhängig davon, ob das Unternehmen seinen Sitz in den USA oder im Ausland hat. Auch europäische Hersteller, die zusätzlich zur MDR eine FDA-Zulassung anstreben, müssen die Anforderungen der QMSR erfüllen.

Kernanforderungen im Überblick

  • ISO-13485-Basis: Übernahme der Managementsystemanforderungen durch direkten Verweis 

  • Design- und Entwicklungskontrolle: dokumentierte Verifizierung und Validierung

  • Medical Device Reporting (MDR): Pflicht zur Meldung schwerwiegender Vorkommnisse an die FDA

  • Unique Device Identification (UDI): eindeutige Produktkennzeichnung für den US-Markt

  • Corrections and Removals: FDA-spezifische Anforderungen an Rückrufe und Korrekturmaßnahmen

  • Records und Complaint Files: Aufzeichnungspflichten, die auch für sonst von CGMP befreite Produktkategorien gelten

Unterschied zu ISO 13485 und zur MDR

Seit der QMSR-Umstellung 2026 ist Part 820 inhaltlich eng an ISO 13485:2016 angelehnt, aber nicht mit der Norm identisch: Die FDA ergänzt gezielt Bereiche, die sie in ISO 13485 als nicht vollständig abgedeckt ansieht, etwa Vorkommnismeldungen und Rückrufverfahren. Eine ISO-13485-Zertifizierung allein genügt daher nicht automatisch für die QMSR-Konformität, reduziert aber den zusätzlichen Aufwand erheblich gegenüber Unternehmen, die bislang ausschließlich nach der alten QSR gearbeitet haben. Gegenüber der europäischen MDR bleibt die QMSR ein eigenständiger Zulassungsweg mit eigenem Verfahren (z. B. 510(k) oder PMA statt CE-Kennzeichnung über eine Benannte Stelle). Durch die gemeinsame ISO-13485-Basis sind die inhaltlichen Anforderungen beider Regelwerke inzwischen jedoch deutlich näher zusammengerückt als zuvor.

Konsequenzen bei Nichteinhaltung

Ohne QMSR-Konformität verweigert die FDA die Marktzulassung für den US-Markt. Bei bereits zugelassenen Produkten können FDA-Inspektionen bei Abweichungen zu Warning Letters, Vertriebsbeschränkungen oder im schweren Fall zum Entzug der Zulassung führen. Da die QMSR-Umstellung für viele Unternehmen, die zuvor ausschließlich nach der alten QSR gearbeitet haben, spürbare Anpassungen an Prozessen und Dokumentation erfordert, ist eine rechtzeitige Umstellung essenziell, um Lücken bei anstehenden Inspektionen zu vermeiden.

Verwandte Normen

  • ISO 13485 – Qualitätsmanagementsystem für Medizinprodukte

  • MDR – EU-Medizinprodukteverordnung

  • 2017/745 IVDR – EU-Verordnung für In-vitro-Diagnostika

  • ISO 9001 – Basis-Qualitätsmanagementnorm

Häufige Fragen zu FDA 21 CFR Part 820

Ist FDA 21 CFR Part 820 gesetzlich vorgeschrieben?

Ja, als Teil des US Code of Federal Regulations verbindlich für den US-Marktzugang und von der FDA durchgesetzt.

Was hat sich mit der QMSR-Umstellung 2026 geändert?

Seit dem 2. Februar 2026 verweist Part 820 direkt auf ISO 13485:2016, ergänzt um zusätzliche FDA-spezifische Anforderungen.

Was ist der Unterschied zur ISO 13485?

Die QMSR übernimmt ISO 13485 fast vollständig, ergänzt sie aber um FDA-spezifische Anforderungen wie Vorkommnismeldungen und Rückrufe.

Was ist der Unterschied zur MDR?

 Beide verlangen ein Qualitätsmanagementsystem, nutzen aber unterschiedliche Zulassungsverfahren – CE-Kennzeichnung in der EU, FDA-Zulassung in den USA. 

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Für Hersteller, die sowohl den EU- als auch den US-Markt bedienen, liegt der größte Vorteil der QMSR-Umstellung in der gemeinsamen ISO-13485-Basis: Ein einmal etabliertes, lückenlos dokumentiertes Qualitätsmanagementsystem lässt sich für beide Zulassungswege nutzen. Connected Worker Plattformen wie weasl dokumentieren Arbeits- und Prüfschritte automatisch im laufenden Prozess und liefern damit eine gemeinsame, auditfähige Datenbasis für MDR- und QMSR-Anforderungen gleichermaßen.

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