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Glossar > BRCGS Food Safety
BRCGS (Brand Reputation through Compliance Global Standards) ist eine Gruppe von GFSI-anerkannten Zertifizierungsstandards für Lebensmittelsicherheit und Qualität, ursprünglich vom britischen Handelsverband British Retail Consortium entwickelt. Der zentrale Standard, BRCGS Food Safety, bewertet Herstellerbetriebe entlang der gesamten Prozesskette anhand eines Grading-Systems und wird insbesondere von britischen und internationalen Handelsketten als Listungsvoraussetzung gefordert.
Herausgeber: BRCGS (vormals British Retail Consortium)
Aktuelle Ausgabe: BRCGS Global Standard Food Safety Issue 9
BRCGS Food Safety richtet sich an Unternehmen, die Lebensmittel verarbeiten, herstellen oder verpacken – insbesondere Hersteller von Handelsmarken (Private Label) für den Lebensmitteleinzelhandel. Der Standard ist besonders im britischen und irischen Markt verbreitet, wird aber auch von internationalen Handelsketten außerhalb Europas zunehmend als Voraussetzung für die Lieferantenlistung verlangt.
Senior Management Commitment: Verpflichtung der Geschäftsleitung zu kontinuierlicher Verbesserung
HACCP-Lebensmittelsicherheitsplan: systematische Gefahrenanalyse und Überwachung kritischer Kontrollpunkte
Lebensmittelsicherheits- und Qualitätsmanagementsystem: dokumentierte Prozesse, Spezifikationen und Rückverfolgbarkeit
Standortstandards: Anforderungen an Gebäude, Hygiene, Schädlingsbekämpfung und Wartung
Produktkontrolle: Allergenmanagement, Fremdkörperkontrolle und Produktauthentizität
Prozesskontrolle: Kontrolle von Betriebsabläufen und kritischen Prozessschritten
Personal: Schulung, Hygiene und Schutzkleidung der Mitarbeitenden
BRCGS und IFS sind beide GFSI-anerkannte Lebensmittelsicherheitsstandards mit weitgehend deckungsgleichem inhaltlichen Anspruch. Der wesentliche Unterschied liegt in der Bewertungslogik: BRCGS vergibt eine Grading-Note (AA bis C), IFS arbeitet mit einem Prozentwert und den Stufen Higher Level oder Foundation Level. Regional ist BRCGS im britischen und internationalen Handel stärker verbreitet, IFS im deutschsprachigen und französischen Markt. Viele Hersteller mit breitem Kundenportfolio lassen sich daher nach beiden Standards parallel zertifizieren.
Eine kritische Abweichung führt unabhängig vom sonstigen Ergebnis zum Nichtbestehen des Audits. Ein Grading unterhalb der von Handelspartnern akzeptierten Schwelle (in der Regel mindestens Grade A oder B) gefährdet unmittelbar bestehende Listungen. Da viele Retailer BRCGS als Ausschlusskriterium behandeln, kann ein nicht bestandenes Audit kurzfristig zum Verlust von Handelsbeziehungen führen, bis ein erfolgreiches Nachaudit vorliegt.
IFS – International Featured Standards, insbesondere IFS Food
HACCP – Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte
ISO 22000 – Managementsystem für Lebensmittelsicherheit
FSSC 22000 – GFSI-anerkannter Standard auf ISO-22000-Basis
Nein. Handelspartner fordern die Zertifizierung jedoch häufig vertraglich als Listungsvoraussetzung.
Beide sind GFSI-anerkannte, inhaltlich sehr ähnliche Standards – BRCGS bewertet über ein Grading-System (AA–C), IFS über einen Prozentwert. BRCGS ist im britischen Markt stärker verbreitet, IFS im deutschsprachigen und französischen.
Über vier Grading-Stufen (AA, A, B, C); eine kritische Abweichung führt unabhängig davon zum Nichtbestehen.
Nur von BRCGS zugelassene, unabhängige Zertifizierungsstellen.
Der größte Aufwand liegt bei BRCGS in der lückenlosen, jederzeit auditfähigen Dokumentation von HACCP-Messwerten, Reinigungsnachweisen und Chargenrückverfolgbarkeit. Connected Worker Plattformen wie weasl erfassen CCP-Messwerte, Reinigungsfreigaben und Chargendaten automatisch im Tagesgeschäft und stellen die für BRCGS geforderten Nachweise bereit.
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