▶️ Webinar "Der Fall des verschwundenen Wissens" | 3. November 2026 um 11 Uhr | Jetzt kostenlos anmelden
Glossar > IFS Food
IFS (International Featured Standards) ist eine Gruppe von GFSI-anerkannten Zertifizierungsstandards für Lebensmittelsicherheit und Qualität. Der bekannteste und am weitesten verbreitete Standard der Gruppe, IFS Food, bewertet Herstellerbetriebe entlang der gesamten Prozesskette – von der Rohstoffannahme bis zur Auslieferung – anhand eines detaillierten Punktesystems und wird von Handelspartnern häufig als Voraussetzung für die Listung von Produkten gefordert.
Herausgeber: IFS Management GmbH
Aktuelle Ausgabe: IFS Food Version 8
IFS Food richtet sich an Unternehmen, die Lebensmittel verarbeiten, herstellen oder verpacken – insbesondere Hersteller von Handelsmarken (Private Label) für den Lebensmitteleinzelhandel. Der Standard ist besonders im deutschen, französischen und südeuropäischen Handel verbreitet, wo viele Retailer eine gültige IFS-Zertifizierung als Grundvoraussetzung für die Aufnahme in ihr Lieferantenportfolio verlangen.
Unternehmensverantwortung: Verpflichtung der Geschäftsleitung zu Lebensmittelsicherheit und -qualität
HACCP-System: systematische Gefahrenanalyse und Überwachung kritischer Kontrollpunkte
Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsmanagement: dokumentierte Prozesse, Spezifikationen und Freigaben
Ressourcenmanagement: Hygiene, Schulung und Personalqualifikation
Produktionsprozess: Kontrolle über Rohstoffe, Verpackung, Rückverfolgbarkeit und Fremdkörpermanagement
Messungen, Analysen und Verbesserungen: interne Audits, Reklamationsmanagement und Krisenmanagement
IFS, BRCGS und FSSC 22000 sind allesamt von der Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannte Lebensmittelsicherheitsstandards mit vergleichbarem Anspruchsniveau. IFS ist im deutschsprachigen und französischen Handel besonders verbreitet, BRCGS eher im britischen Markt, während FSSC 22000 auf der ISO-22000-Struktur aufbaut und international breiter anerkannt ist. Da einzelne Handelspartner unterschiedliche Standards fordern, sind viele Hersteller gleichzeitig nach mehreren dieser Standards zertifiziert. Die inhaltlichen Überschneidungen erlauben dabei eine weitgehend gemeinsame Dokumentationsbasis.
Eine KO-Abweichung oder ein Ergebnis unterhalb der Foundation-Level-Schwelle führt zum Nichtbestehen des Audits und gefährdet unmittelbar die Listung bei Handelspartnern. Da viele Retailer IFS als Ausschlusskriterium behandeln, kann ein nicht bestandenes Audit kurzfristig zum Verlust bestehender Handelsbeziehungen führen – mit entsprechenden Umsatzeinbußen bis zur erfolgreichen Nachaudit.
HACCP – Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte
ISO 22000 – Managementsystem für Lebensmittelsicherheit
BRCGS – britischer Lebensmittelsicherheitsstandard
FSSC 22000 – GFSI-anerkannter Standard auf ISO-22000-Basis
Nein. Handelspartner fordern die Zertifizierung jedoch häufig vertraglich als Listungsvoraussetzung.
Beide sind GFSI-anerkannte, inhaltlich sehr ähnliche Standards – IFS ist im deutschsprachigen und französischen Handel stärker verbreitet, BRCGS im britischen.
Über eine Bewertungsskala (A bis D, Major, KO), aus der sich ein Prozentwert und die Einstufung Higher Level oder Foundation Level ergibt.
Nur von IFS Management zugelassene, unabhängige Zertifizierungsstellen.
Der größte Aufwand liegt in der lückenlosen, jederzeit auditfähigen Dokumentation von HACCP-Messwerten, Reinigungsnachweisen und Chargenrückverfolgbarkeit. IFS-Audits kommen oft mit kurzer Vorankündigung. Connected Worker Plattformen wie weasl erfassen CCP-Messwerte, Reinigungsfreigaben und Chargendaten automatisch im Tagesgeschäft und stellen die geforderten Nachweise auf Knopfdruck bereit, statt sie erst kurz vor dem Audit zusammenzusuchen.
Erfahren Sie mehr über weasl und fordern Sie jetzt unseren Produktflyer an.
UNTERNEHMEN
WISSEN
KONTAKT