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Glossar > FDA cGMP
FDA cGMP (Current Good Manufacturing Practice) bezeichnet die US-amerikanischen Anforderungen an Prozesse, Ausrüstung, Personal und Dokumentation in der Arzneimittelherstellung, geregelt in 21 CFR Parts 210 und 211. Anders als spezifische Einzelregelungen wie Part 11 deckt cGMP das gesamte Produktionssystem ab: von der Rohstoffprüfung über Herstellprozesse und Reinigungsvalidierung bis zur Endkontrolle und Chargenfreigabe.
Herausgeber: U.S. Food and Drug Administration (FDA)
Rechtsgrundlage: 21 CFR Parts 210 und 211
cGMP gilt für alle Hersteller von Arzneimitteln, die auf dem US-Markt in Verkehr gebracht werden – unabhängig davon, ob die Produktion in den USA oder im Ausland stattfindet. Betroffen sind sowohl Hersteller von Fertigarzneimitteln als auch Zulieferer von Wirkstoffen (APIs) und Ausgangsmaterialien, die als Teil der Lieferkette in den Geltungsbereich fallen.
Organisation und Personal: ausreichend qualifiziertes und geschultes Personal für alle GMP-relevanten Tätigkeiten
Gebäude und Ausrüstung: geeignete, validierte Räumlichkeiten und kalibrierte Anlagen
Kontrolle von Ausgangsmaterialien: Prüfung und Freigabe von Rohstoffen vor Einsatz in der Produktion
Produktions- und Prozesskontrollen: validierte Herstellprozesse mit definierten In-Prozess-Kontrollen
Chargendokumentation: vollständige, nachvollziehbare Aufzeichnung jedes Fertigungsschritts
Beschwerde- und Rückrufsystem: strukturierter Umgang mit Reklamationen und Produktrückrufen
FDA cGMP und EU GMP verfolgen dasselbe Grundziel – eine konsistente, qualitätsgesicherte Arzneimittelherstellung – und sind inhaltlich stark deckungsgleich, da beide auf denselben internationalen Grundprinzipien (u. a. ICH-Leitlinien) aufbauen. Der formale Unterschied liegt in der Rechtsgrundlage: cGMP ist in 21 CFR Parts 210/211 kodifiziertes US-Recht, EU GMP ist im EudraLex Volume 4 geregelt und in den Mitgliedstaaten unmittelbar anzuwenden. Durch gegenseitige Anerkennungsabkommen wie das EU-US Mutual Recognition Agreement erkennen beide Regionen zunehmend die GMP-Inspektionsergebnisse der jeweils anderen Seite an, was den Doppelaufwand für internationale Hersteller reduziert, ohne die Regelwerke selbst zu vereinheitlichen.
cGMP-Verstöße gehören zu den häufigsten Ursachen für FDA Warning Letters und Formulare 483. Bei schwerwiegenden oder wiederholten Mängeln kann die FDA den Import betroffener Produkte in die USA untersagen (Import Alert), die Marktzulassung aussetzen oder im Extremfall strafrechtliche Konsequenzen einleiten. Da cGMP-Inspektionen unangekündigt erfolgen können, ist eine dauerhafte statt nur anlassbezogene Inspektionsbereitschaft essenziell.
Ja, als verbindliches US-Recht nach 21 CFR Parts 210 und 211 für alle Hersteller, die auf dem US-Markt liefern.
"Current" – die Verpflichtung, kontinuierlich moderne, dem Stand der Technik entsprechende Verfahren einzusetzen.
Inhaltlich stark deckungsgleich, unterschiedliche Rechtsgrundlage; gegenseitige Anerkennungsabkommen reduzieren den Doppelaufwand.
Die FDA durch regelmäßige und anlassbezogene Inspektionen, mit Warning Letters oder Formularen 483 bei Verstößen.
Da cGMP-Inspektionen unangekündigt erfolgen können, ist der entscheidende Erfolgsfaktor eine Dokumentation, die jederzeit vollständig ist. Connected Worker Plattformen wie weasl erzeugen Batch Records, Reinigungsnachweise und Abweichungsdokumentation automatisch im laufenden Produktionsprozess und stellen sie dem Inspektor sofort abrufbar zur Verfügung.
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