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Glossar > ISO 22000
ISO 22000 ist eine internationale Norm für Managementsysteme der Lebensmittelsicherheit, herausgegeben von der International Organization for Standardization (ISO). Sie verbindet die klassischen HACCP-Grundsätze mit der High-Level-Structure moderner Managementsystemnormen wie ISO 9001 und ist entlang der gesamten Lebensmittelkette anwendbar – von der landwirtschaftlichen Primärproduktion über die Verarbeitung bis zur Verpackung und Logistik.
Herausgeber: International Organization for Standardization (ISO)
Aktuelle Ausgabe: ISO 22000:2018
Die Norm richtet sich an alle Organisationen entlang der Lebensmittelkette, unabhängig von Größe und Position: Landwirtschaftsbetriebe, Lebensmittelhersteller, Verpackungshersteller, Transportunternehmen und sogar Reinigungsmittelhersteller für die Lebensmittelindustrie. Damit hat ISO 22000 einen breiteren Geltungsbereich als handelsgetriebene Standards wie IFS oder BRCGS, die sich primär auf Herstellerbetriebe konzentrieren.
Interaktive Kommunikation: Informationsaustausch entlang der gesamten Lieferkette
Systemmanagement: High-Level-Structure analog zu ISO 9001, kompatibel mit anderen ISO-Managementsystemen
PRPs (Präventivprogramme): grundlegende Hygiene- und Betriebsvoraussetzungen als Basis der Lebensmittelsicherheit
HACCP-Grundsätze: systematische Gefahrenanalyse und Festlegung kritischer Kontrollpunkte
Kontinuierliche Verbesserung: PDCA-Zyklus und Aktualisierung des Managementsystems
Notfall- und Krisenmanagement: Vorbereitung auf Rückrufe und Vorfälle der Lebensmittelsicherheit
ISO 22000 ist eine allgemeine, international breit anerkannte Managementsystemnorm, die in ihrer Basisversion nicht von der Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannt ist. IFS und BRCGS sind dagegen von der GFSI anerkannte, deutlich detailliertere Handelsstandards mit punktebasierter Bewertung (Prozentwert bei IFS, Grading bei BRCGS), die viele europäische Retailer konkret als Listungsvoraussetzung fordern. Um die GFSI-Lücke zu schließen, wurde FSSC 22000 entwickelt: Diese Zertifizierung baut auf ISO 22000 auf, ergänzt sie um zusätzliche technische Spezifikationen und Anforderungen und ist dadurch GFSI-anerkannt.
Da ISO 22000 seltener als direkte Handelsvoraussetzung fungiert als IFS oder BRCGS, sind die unmittelbaren Konsequenzen meist weniger drastisch als bei einem nicht bestandenen Retailer-Audit. Dennoch gefährdet eine ausgesetzte oder entzogene Zertifizierung die Position als internationaler Lieferant, insbesondere gegenüber Kunden außerhalb Europas, die ISO 22000 oder FSSC 22000 gezielt verlangen, sowie das Vertrauen entlang mehrstufiger Lieferketten.
FSSC 22000 – GFSI-anerkannter Standard auf ISO-22000-Basis
HACCP – Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte
IFS – International Featured Standards, insbesondere IFS Food
BRCGS – britischer Lebensmittelsicherheitsstandard
ISO 9001 – Basis-Qualitätsmanagementnorm
Nein. Die zugrundeliegenden HACCP-Grundsätze sind in der EU gesetzlich verpflichtend, die Zertifizierung selbst ist freiwillig.
ISO 22000 ist eine allgemeine Managementsystemnorm ohne GFSI-Anerkennung in der Basisversion; IFS und BRCGS sind GFSI-anerkannte, detailliertere Handelsstandards. FSSC 22000 verbindet beide Ansätze.
In der Regel drei Jahre, mit jährlichen Überwachungsaudits und Rezertifizierung vor Ablauf.
Nur akkreditierte Zertifizierungsstellen, in Deutschland zugelassen durch die DAkkS.
Der größte operative Aufwand liegt in der lückenlosen Dokumentation von HACCP-Kontrollpunkten, Präventivprogrammen und Rückverfolgbarkeitsdaten. Connected Worker Plattformen wie weasl erfassen diese Nachweise automatisch im Tagesgeschäft und liefern eine gemeinsame Datenbasis, die sich sowohl für ISO 22000 als auch für FSSC 22000, IFS oder BRCGS auditfähig aufbereiten lässt.
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