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Glossar > ISO 9001
ISO 9001 ist die weltweit meistgenutzte Norm für Qualitätsmanagementsysteme, herausgegeben von der International Organization for Standardization (ISO). Sie definiert branchenunabhängige Anforderungen an Prozesse, Verantwortlichkeiten, Dokumentation und kontinuierliche Verbesserung und dient als Grundlage für zahlreiche branchenspezifische Normen wie IATF 16949 in der Automobilindustrie oder ISO 13485 in der Medizintechnik.
Herausgeber: International Organization for Standardization (ISO)
Aktuelle Ausgabe: ISO 9001:2015
Die Norm ist branchen- und größenunabhängig anwendbar – vom Einzelunternehmen bis zum Weltkonzern, von der Fertigung über Dienstleistungen bis zur öffentlichen Verwaltung. Besonders relevant ist sie für Unternehmen, die im B2B-Geschäft tätig sind, öffentliche Aufträge anstreben oder als Lieferant Nachweise über ein funktionierendes Qualitätsmanagement erbringen müssen.
Prozessorientierter Ansatz: Steuerung des Unternehmens über definierte, gemessene Prozesse
Risikobasiertes Denken: systematische Identifikation und Behandlung von Chancen und Risiken
Kontext der Organisation: Berücksichtigung interner und externer Einflussfaktoren sowie interessierter Parteien
Dokumentierte Information: nachvollziehbare Lenkung von Dokumenten und Aufzeichnungen
Kontinuierliche Verbesserung: PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) als durchgängiges Steuerungsprinzip
Kundenorientierung: systematische Erfassung und Bewertung der Kundenzufriedenheit
ISO 9001 bildet die gemeinsame Grundstruktur (High Level Structure) für eine ganze Familie von Managementsystemnormen. Branchenspezifische Standards wie IATF 16949 (Automobil), ISO 13485 (Medizintechnik) oder AS9100 (Luft- und Raumfahrt) übernehmen diese Struktur vollständig und ergänzen sie um zusätzliche, branchentypische Anforderungen – etwa an Rückverfolgbarkeit, Risikomanagement oder Produktsicherheit. Ein Unternehmen kann daher gleichzeitig nach ISO 9001 und einer branchenspezifischen Norm zertifiziert sein, wobei Letztere die ISO-9001-Anforderungen stets einschließt.
Ohne ISO-9001-Zertifizierung scheitern viele Unternehmen bereits an formalen Voraussetzungen für Ausschreibungen oder Lieferantenlisten größerer Kunden. Bestehende Zertifizierungen können bei schwerwiegenden Abweichungen im Überwachungsaudit ausgesetzt oder entzogen werden, was in der Praxis oft zum sofortigen Verlust betroffener Kundenaufträge führt.
IATF 16949 – Qualitätsmanagementsystem für die Automobilindustrie
ISO 13485 – Qualitätsmanagementsystem für Medizinprodukte
VDA 6.3 – Prozessauditstandard des deutschen Automobilverbands
EN 1090 – Ausführung von Stahl- und Aluminiumtragwerken
Nein. Sie wird aber häufig von Kunden vertraglich gefordert oder als Ausschreibungsvoraussetzung verlangt.
IATF 16949 übernimmt die ISO-9001-Struktur vollständig und ergänzt sie um automobilspezifische Anforderungen.
In der Regel drei Jahre, mit jährlichen Überwachungsaudits und Rezertifizierung vor Ablauf.
Nur akkreditierte Zertifizierungsstellen, in Deutschland zugelassen durch die DAkkS.
Der größte Aufwand entsteht meist nicht bei der Prozessgestaltung selbst, sondern bei der lückenlosen Dokumentation und Nachweisführung im Audit. Connected Worker Plattformen wie weasl dokumentieren Arbeits- und Prüfschritte automatisch im laufenden Prozess und stellen auditfähige Nachweise auf Knopfdruck bereit.
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